Entschlackendes Körnerbrot -

Pikant oder Süß


Jeder, der sich anfangs mit gesunder Ernährung auseinander setzt kennt folgendes Problem: Es gibt ein Fülle gesundheitsfördender Cerealien, noch mehr Info's aber eigentlich kaum eine Möglichkeit all den Kram zeitsparend, schmackhaft und langfristig umzusetzen. Morgens dies Pülverchen, zwei Stunden später den Entschlackungstee, dann noch ein paar Mineralstoffe hier und Vitamine da...und immer schön aufpassen, dass man ja nix kombiniert, was sich nicht verträgt. Meistens gehen all die Spezialprodukte richtig ins Geld und spätestens nach drei Wochen ist man so genervt von dem ganzen Prozedere, dass man kurzerhand doch wieder alle guten Vorsätze über Bord wirft, inklusive all der gesunden Sachen und Info's.

Nach langem Rumprobieren wie ich möglichst viele gesundheitsfördernde Dinge ohne großen Aufwand in meinen Alltag integrieren kann, bin ich völlig von irgendwelchen überteuerten Superpräperaten abgekommen. Das Zauberwort heißt Superfoods...Sprich, gesunde, natürliche Lebensmittel, die sich wunderbar zum Kochen, Backen oder einfach so essen eignen....

Im Reformhaus oder Biomarkt gibt es eine Fülle solcher Superfoods...Zugegeben, auch nicht ganz billig, dafür aber sehr ergibig. Ausserdem spart man bei entsprechender Umsetzung sein ganzes Geld, dass man sonst für gewöhnlich spätestens zu Beginn der Erkältungszeit in der Apotheke lässt....

Eines meiner Lieblingsrezepte ist das entschlackende Körnerbrot. Es enthält jede Menge Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Gleichzeitig enthält es kaum Gluten, dafür aber Flohsamen / Flohsamenschalen und trägt zur natürlichen Darmregulation bei. Es wirkt stuhlregulierend, entgiftend und mindert entzündliche Prozesse im Darm, die für eine Vielzahl von Beschwerden, unter anderem Allergien, Autoimmunerkrankungen usw. mitverantwortlich sind. Auch die Leber wird langfristig entlastet, da Giftstoffe nun zuverlässig ausgeschieden werden, statt immer wieder über den Blutkreislauf in die Leber zurück zu zirkulieren. Das Brot ist sehr gut sättigend, versorgt mit zahlreichen Nähr- und Vitalstoffen und fördert ebenfalls die natürliche Gewichtsreduktion.

So tut man praktisch jeden Morgen etwas für seine Gesundheit, ohne überhaupt etwas gemacht zu haben ;-)

Das Grundrezept kann ganz nach Belieben verändert werden, so dass auch für Abwechslung gesorgt ist....



Zutaten:

Grundzutaten

  • 150 g Haferflocken
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 300 g Mischung unterschiedlicher Körner, Saaten und Nüsse nach Belieben **
  • 1 1/2 TL Meersalz
  • 1 EL Ahornsirup
  • 3 EL Kokosöl
  • 350 mL Wasser
  • .........

                                                 

....und je nach Variante z.B. pikant.....


  • 1 Karotte
  • 1 kleine Zucchini  
  • 1/2 Paprika
  • 1 Zwiebel  


                                                


.......oder Süß


  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1 Apfel
  • 1 TL Zimt
  • 1 Handvoll Mandelblättchen

**Es bieten sich beispielsweise Leinsamen, Sesam, Chiasamen, Flohsamen, Mohn, Hanfsamen, Buchweizen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Cashewkerne, Haselnüsse, Mandeln und auch Braunhirse gemahlen an. Ganz nach Belieben und was die Küche gerade so hergibt.... Achtung bei entzündlichen Erkrankungen des Darms wie beispielsweise Diverticulitis sollte generell auf's ganze Korn verzichtet werden, hier bitte Körner und Saaten gemahlen verwenden! Ausführliche Info's zu diversen Superfood s findet man z.B. auf der Website superfood-gesund.de/ernaehrung/


Zubereitung:

Haferflocken, 4 EL Flohsamenschalen, Salz und die Mischung der verschiedenen Körner, Saaten und Nüsse in eine Schüssel geben. Je nach Variante Gemüse raspeln /schneiden, Zwiebel schneiden oder eben den Apfel in kleine Würfel schneiden und zu den Körnern geben. 3 EL Kokosöl schmelzen, mit 350 mL Wasser und 1 EL Ahornsirup mischen. Unter die restlichen Zutaten geben und gut kneten.

Die anfangs lose Masse wird während dem Kneten durch die Flohsamenschalen gebunden und teigartig. Sollte der Teig zerfallen, muss noch etwas Wasser hinzu gegeben werden. Ist die Masse zu flüssig, einfach noch etwas Flohsamenschalen hinzu geben.  Anschließend wird die gut geknetete Masse in eine gefettete Kastenform gegeben und mit einem Geschirrtuch über Nacht abgedeckt stehen gelassen.

Das Brot vor dem Backen oberflächlich leicht befeuchten und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca 40 Min. backen, anschließend das Brot aus der Form stürzen und nochmals 30 Min. fertig backen. Sollte das Brot zu flach werden, das nächste Mal etwas weniger Wasser verwenden, Ziehzeit und "Vorbackzeit" verlängern....Spätestens nach zwei, drei Broten hat man den Dreh raus und es geht praktisch im Schlaf. Abgesehen von der langen Ziehzeit ist das Brot also recht schnell und simpel zubereitet und gelingt selbst solchen Backmuffeln wie mir ;-)

      

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!