Entgiften leicht gemacht -

10 alltagstaugliche Tipps zur permanenten Entgiftung


Das Thema Entgiften ist ein breites Feld mit dem sich jeder, zumindest ansatzweise, mal beschäftigt haben sollte. Warum? Weil jeder von uns tag täglich zahlreichen toxischen Stoffen ausgesetzt ist. Durch Nahrung, Umweltgifte, Medikamente, Kosmetika usw. Werden diese nicht zeitnah wieder aus dem Körper ausgeleitet, können depressive Verstimmungen und Erkrankungen jeglicher Art die Folge sein. Unsere wichtigsten Entgiftungsorgane sind dabei der Darm, die Leber, die Nieren, die Haut und die Lunge. Diese gilt es mit gezielten Maßnahmen in ihrer Funktion zu unterstützen. Ich halte wenig davon, für wenige Wochen im Jahr eine Fastenkur einzulegen. Unsere Wohnung, unseren Lebensraum reinigen wir schließlich auch "permanent" und so sollten wir auch mit unserem Körper verfahren, um einen größtmöglichen Nutzen für unsere Gesundheit zu erzielen....Umso wichtiger ist es, schnelle und einfache Entgiftungsmöglichkeiten zu finden. Ich habe daher 10 alltagstaugliche Tipps zusammen gestellt:


Ölziehen

Die Zeit, die wir morgens ohnehin im Badezimmer verbringen, lässt sich optimal für eine schnelle Entgiftungsmaßnahme nutzen. Zum Beispiel das Ölziehen! Zugegeben, die ersten zwei, drei Male kostet es Überwindung, das Ölziehen zu praktizieren....aber die positiven Resultate sprechen für sich! Das Ölziehen hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde und den Ayurvedischen Lehren. Es wirkt sich zunächst einmal positiv auf die gesamte Mundflora aus. Viren, Bakterien und toxische Stoffe, die sich auf Zähnen, Mundschleimhaut und Zahnzwischenräumen tummeln, werden durch das Ölziehen eliminiert. Karies, Paradonthose und zahlreiche andere Erkrankungen werden durch das Ölziehen positiv beeinflusst. Die beste Tageszeit für's Ölziehen ist morgens direkt nach dem Aufstehen. Essen und Trinken sollte vor dem Ölziehen vermieden werden. Die Zähne und die Zunge sollten mit der Zahnbürste und Wasser (bitte keine Zahncreme verwenden!!!) gereinigt werden. Dann wird ein El hochwertiges Sesamöl für 10 bis 20 Min. im Mundraum hin und her bewegt. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Öl nicht heruntergeschluckt wird, da sich toxische Stoffe darin anreichern. Nach dem Ausspucken kann der Mund nochmals mit Wasser nachgespült werden.

Den morgentlichen Kaffee durch eine heiße Zitrone ersetzen!

Hierdurch erspart man seinem Körper die erste Ladung toxischer Stoffe. In den Morgenstunden ist unser Körper sehr emfänglich für Entgiftungsmaßnahmen, und Zitrone ist einer der stärksten Entgiftungsmittel die wir kennen. Es bietet sich also geradezu an, den Kaffee durch eine heiße Zitrone zu ersetzen.  Hierzu wird der Saft einer oder anfangs einer halben Zitrone ausgepresst und mit einer halben Tasse heißem Wasser aufgegossen und heiß getrunken. Wem das zu sauer ist, der darf ein wenig Honig hinzu geben.

Viel Sauerstoff / frische Luft

Die meisten Menschen halten sich überwiegend in geschlossenen Räumen auf. Die Folge : Sauerstoffmangel! Sauerstoff ist unbestritten das Wichtigste überhaupt. Sauerstoff ist an sämtlichen Stoffwechsel- und Entgiftungsprozessen im menschlichen Organismus beteiligt. Die Hauptaufgabe besteht in der Energiegewinnung in den Mitochondrien. Hier werden mit Hilfe von Sauerstoff und Zucker oxidative Prozesse eingeleitet. Dabei entsteht neben der frei werdenden Energie auch Kohlenstoffdioxid und Wasser. Durch Sauerstoffmangel können diese Stoffwechselprozesse jedoch nur bedingt oder unvollständig ablaufen. Müdigkeit und Energiemangel sind die direkten Folgen. Aber auch die Blutzirkulation wird durch den Sauerstoffmangel beeinträchtigt. Das Blut "klumpt", lebensnotwendige Nährstoffe können somit nur noch unzureichen zu den Zellen gelangen. Auch der Abtransport des entstandenen Kohlenstoffdioxids erfolgt nur noch unvollständig. Somit begünstigt Sauerstoffmangel sämtliche Erkrankungen! Daher tut wir gut daran, uns möglichst oft an der frischen Luft aufzuhalten. Ist dies nicht möglich, sollte für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Ein gekipptes Fenster bringt dabei so gut wie gar nichts, da kein Luftaustausch stattfindet. Besser ist ein weit geöffnetes Fenster oder gar Durchzug für einige Minuten.

Atmung und Körperhaltung

Wie schon erwähnt, ist die ausreichende Sauerstoffzufuhr für einen gesunden Organismus unabdingbar. Neben ausreichend gelüfteten Räumen / Aufenthalten im Freien spielt aber auch unsere Atmung und die Körperhaltung eine zentrale Rolle für die Sauerstoffversorgung.  Viele Menschen atmen zu oberflächlich, ganz besonders in stressigen Situationen. Wichtig ist beim Einatmen die Luft bis in den Bauch und Beckenraum zu ziehen. Dabei bleibt auch das Zwerchfell in Bewegung. Der Oberkörper sollte dabei möglichst aufgerichtet / gerade sein, da durch gekrümmte und gebeugte Haltung Blut und Lymphe nicht richtig zirkulieren können und somit der Sauerstofftransport behindert wird. Die Ausatmung sollte stets vollständig erfolgen!  Hierzu ist es hilfreich auf eine kleine Pause von 1-2 Sec. zwischen zwei Atemzügen zu achten.

Hüpfen, Springen und Lachen!

Jawohl! Das hebt nicht nur unsere Stimmung, sondern regt nachweislich auch noch die Zellentgiftung an. Durch Hüpfen, Springen und richtig herzhaftes Lachen werden Blut und Lymphe so richtig in Wallung gebracht, die Atmung wird automatisch vertieft. Blockaden, Stress und Verspannungen lösen sich. Nun verfügt leider nicht jeder über ein Trampolin, aber auch auf Bett, Sofa oder dem Boden lässt es sich gut hüpfen....Wem das zu albern erscheint, legt sich einfach ein Hüpfseil zu ;-) 2 Mal täglich 2-3 Min Hüpfen bewirkt schon wahre Wunder....und diese Zeit sollte wirklich jeder finden!

Ausreichend Wasser trinken!

Man kann es nicht oft genug sagen und trotzdem beherzigen diese simple Maßnahme die allerwenigsten. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, warum wir überhaupt trinken. Die meisten glauben tatsächlich, weil wir überwiegend aus Wasser bestehen und somit Verluste ausgleichen müssen. Daran ist soweit auch nichts auszusetzen, allerdings hat es noch einen ganz anderen Grund: Wir benötigen Flüssigkeit zu Reinigung! So einfach! Nun waschen wir uns äusserlich auch nicht mit Cola, Saft oder Kaffee....weil jeder weiß, es funktioniert nicht! So wie es äusserlich nicht funktioniert, geht es innerlich leider genau so wenig. Wir benötigen Wasser! Dabei sollte ein hochwertiges, stilles Wasser bevorzugt werden. Von Wässern mit Kohlensäure ist abzuraten, da Kohlensäure (Kohlenstoffdioxid; CO2) ein Zellgift ist und über die Atmung wieder ausgeschieden werden muss! Statt den Körper zu entlasten, belasten wir ihn also. Auch Leitungswasser ist wenig sinnvoll, da hingegen der weitläufigen Meinung unser Leitungswasser alles andere als schadstoffarm ist.....wer weiter in die Wasserthematik einsteigen möchte, dem seien folgende Artikel empfolen : Wasser ist nicht gleich Wasser; Flüssigkeit- wofür wir sie wirklich brauchen

Tipp: Statt oder zur heißen Zitrone ist auch Zitronenwasser empfehlenswert. Einfach eine Zitrone und eine Limette in Spalten schneiden und wahlweise einige Stückchen Ingwer mit einem Liter kaltem Wasser aufgießen und über den Tag verteilt trinken. Gerade im Sommer eine echte Erfrischung!

Leberwickel, schlaffördernd und entgiftend....

....einfach eine Wärmflasche mit heißem Wasser füllen, kleines Handtuch in heißes Wasser legen, kurz auswringen, auf die Leber packen, Wärmflasche draufpacken und mit einem trockenen Handtuch abdecken. Diese einfache Maßnahme kostet 5 Min Zeit, praktisch kein Geld, ist aber sehr effektiv! Durch den feucht-warmen Leberwickel wird die Durchblutung in der Leber angekurbelt und die Entgiftungsprozesse in der Leber werden beschleunigt. Gleichzeitig wirkt der Leberwickel wunderbar entspannend und schlaffördernd. Kontraindikation sind Magenbluten, Magengeschwüre oder Darmbluten. Ansonsten kann der Wickel nach Lust und Laune angewendet werden. Ich verwende den Leberwickel beispielsweise in den Wintermonaten jede Nacht, allerdings meist ohne das feucht-warme Handtuch...ist vielleicht nicht ganz so effektiv, aber immer noch ausreichend.

Schwitzen

Unsere Haut ist unser größtes Entgiftungsorgan. Hautunreinheiten, Ausschläge und allergische Reaktionen sind meist ein Hilfeschrei der Haut nach Entgiftung. Über die Poren werden Schadstoffe ausgeschieden. Cremes, Make-Up und Pflegeöle blockieren diese Funktion. Daher sollte weitesgehend auf Kosmetika verzichtet werden. Stattdessen lässt sich die Entgiftungsfunktion der Haut wunderbar durch schweißtreibenden Sport, Saunagänge oder Basenbäder unterstützen.

Superfoods

Es gibt eine breite Palette an Nahrungsmitteln die eine unglaubliche Nähr- und Vitalstofffülle aufweisen und die Entgiftung anregen. Diese Nahrungsmittel werden als Superfoods bezeichnet. Von Körnern, Saaten, über Öle und Gewürze bis hin zu einheimischen Wildpflanzen ist praktisch für jeden etwas dabei. Je mehr dieser Nahrungsmittel wir in unseren Alltag integrieren, desto besser. Hier findest Du eine kleine Austauschtabelle für die üblichen "Küchenvergehen"....die Tabelle ist bei Weitem nicht vollständig, sie dient nur als kleine Übersicht. Nähere Info's zu den einzelnen Superfoods gibt es auf der Internetseite superfood-gesund.de . Zugegeben, die Zeit für den Einkauf der Zutaten muss man sich anfangs nehmen. Wenn es aber zur Routine geworden ist, geht auch das ganz fix!

Auf Überflüssiges verzichten....

Ein Zuviel schadet dem Körper mehr als es nützt, ganz egal ob zu viel Nahrung, zu viel Kosmetika, vermeidbare Medikamente oder auch übermäßiger Sport....Wenn wir satt sind, sollten wir aufhören zu essen. Eine Tagescreme, Make-Up und dann noch ein Puder, tonnenweise Haarspray, Schaumfestiger, Parfüm und weiß der Kuckkuck was, entzieht unserem Körper die Kraft, Zellen zu erneuern und zu verjüngen. Schmerzen, Erkältungen sind oft Anzeichen von Überlastung. Statt also zu Medikamenten zu greifen, wäre eine Pause weitaus sinnvoller. Und auch beim Sport ist das richtige Maß von Bedeutung...


Wer zwei, drei dieser Maßnahmen in seinen Alltag integriert, kann sich schon sehr bald über bessere Laune, mehr Vitalität und ein stärkeres Immunsystem freuen. Die Folge: Du benötigst bald noch weniger Kosmetika, Medikamente und statt Stresshormonen produziert den Körper mehr und mehr Glückshormone :-) Gleichzeitig schonst Du langfristig Dein Portemonaie und die Umwelt.....

Bitte starte langsam! Ein zu schnelles Umsetzen zu vieler Maßnahmen gleichzeitig würde zu einer starken Überlastung der Entgiftungsorgane führen! Dein Körper benötigt etwas Zeit für die Umstellung. Es kann auch vorkommen, dass Hier und Da mal Unwohlsein, Kopfweh, Durchfall und dergleichen auftreten können. Dies sollte sich nach ein bis zwei Tagen wieder legen. Gönne Dir Ruhe und achte darauf, nicht noch mehr toxische Stoffe in Form von ungesunder Nahrung zuzuführen. Ausleitende Maßnahmen wie Basenbäder und frische Luft verschaffen Linderung.

PS: Wer abnehmen möchte, kommt um Entgiftungsmaßnahmen nicht drumherum! Da auch beim Abbau von Körperfett toxische Stoffe freigesetzt werden, ist der Organismus doppelt belastet, was sich in zahlreichen Wehwehchen wie Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, unreiner Haut usw. bemerkbar machen kann. Ist der Organismus zu sehr belastet, wird der weitere Abbau von Körperfett trotz reduzierter Kalorienzufuhr nicht gelingen. Dies dient sozusagen als Überlebensstrategie unseres Körpers, da ein "Zuviel" an toxischen Stoffen unseren Blut-pH-Wert kippen würde.


Text © Bianca Röhling 01/16